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Päckli-Kurier verurteilt nach systematischem Paketdiebstahl und Versand der Beute nach Bosnien

09. April 2026

Systematische Paketöffnungen und Weiterverkäufe führen zu Verurteilung

Ein Paketbote, der zwischen Juli und November 2022 im Auftrag einer Transportfirma in der Region Pakete zustellte, ist vom Zürcher Obergericht wegen gewerbsmässigem Diebstahl verurteilt worden. Der 38-jährige Mann aus Bosnien öffnete während seiner Tätigkeit insgesamt 43 verschlossene Sendungen und sorgte dafür, dass viele der entwendeten Waren den Weg zurück in seine Heimat fanden.

Die betroffenen Sendungen enthielten vorwiegend elektronische Geräte, darunter mehrfach Fernseher. Der Gesamtwert der entwendeten Gegenstände liegt bei rund 100000 Franken. Teile der Ware verkaufte der Angeklagte weiter, andere schickte er per Paket nach Bosnien.

  • Tatzeitraum: Mitte Juli bis November 2022
  • Anzahl aufgebrochener Pakete: 43
  • Hauptbeute: elektronische Geräte, insbesondere Fernseher
  • Geschätzter Gesamtschaden: rund 100000 Franken

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Mann im Juni 2024 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten, einer Busse und einer Landesverweisung. Die Busse war zunächst mit 1000 Franken bemessen, das Bezirksgericht sprach zudem eine fünfjährige Landesverweisung aus. Gegen dieses Urteil legte der Verurteilte Berufung ein, vor allem um gegen die Ausweisung vorzugehen. Das Zürcher Obergericht bestätigte nun mehrheitlich das Urteil: Die bedingte Freiheitsstrafe bleibt bestehen, die Busse wurde auf 800 Franken reduziert, die fünfjährige Landesverweisung wurde vollumfänglich bestätigt.

Der 38-jährige, verheiratete Mann zeigte sich im Verfahren grundsätzlich geständig. Zur Verurteilung führten neben dem gewerbsmässigen Diebstahl auch Vergehen im Bereich Strassenverkehr und Drogen.

Die Entscheidung des Obergerichts stellt klar, dass serielle Paketöffnungen und der organisierte Transport gestohlener Waren ins Ausland als schwerwiegende Delikte gewertet werden. Die Urteilsbestätigung soll zugleich eine Abschreckungswirkung gegenüber ähnlichen Taten entfalten.

Weitere Verfahren und Bemühungen rund um die Sicherheit der Paketlieferkette werden in Zürich weiterhin diskutiert, nachdem wiederholt Fälle von Paketdiebstählen für Verunsicherung bei Kundinnen und Kunden gesorgt haben.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: nau.ch

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