Sonderlösung gegen Postvakanz – Mobile Station sorgt zweimal wöchentlich für Service in Pottenstein
Mobile Post-Station schafft kurzfristige Entlastung für Einwohner
Die Schließung der festen Postfiliale hat in der Felsenstadt eine Lücke gerissen, die nun zumindest teilweise geschlossen werden soll. Ein voll ausgestatteter Post‑Mercedes macht seit Kurzem zweimal pro Woche Halt und bietet Grunddienste direkt vor Ort an.
Die mobile Vertreterin der Post, Canan Savas, ist an zwei Tagen in der Woche jeweils eine Stunde lang mit dem Fahrzeug präsent. Immer mittwochs und donnerstags stellt sie gegenüber dem Juramar ein Angebot bereit, das Abgabe und Versand von Päckchen sowie Basisservice für Briefkundinnen und -kunden umfasst. Dazu zählt nach Savas Angabe unter anderem «einmal Päckchen M und einmal Päckchen S» für die wartenden Kundinnen und Kunden.
Bei der ersten Station zeigten sich Lokalpolitikerinnen und -politiker zufrieden, aber zurückhaltend. Stadträtin Birgit Haberberger und zweiter Bürgermeister Roland Lang wohnten dem Auftakt bei, ebenso die künftige Stadträtin Sabrina Bruckmayer und der regionale Politikbeauftragte der DHL Group, Vincent Ackermann. Alle betonten, dass die Lösung zwar willkommen, aber nur eine Übergangsregelung sei.
Bewohnerinnen und Bewohner reagierten überrascht positiv. «Heute ist der erste Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass gleich so viele kommen», berichtet Savas und beschreibt die lebhafte Stimmung an der Haltestelle. Für viele ältere Menschen und beruflich eingespannte Haushalte bedeutet die kurzfristige Präsenz der mobilen Station eine spürbare Erleichterung.
Die Gemeinde beschreibt das Arrangement als «Sonderlösung», mit der Zeiträume ohne feste Postanschrift überbrückt werden sollen. Langfristig bleibt die Suche nach dauerhaften Optionen und möglichen Standorten ein Thema für die Kommunalpolitik und die Postdienstleister.
Die mobile Station ist nicht als Ersatz für eine reguläre Filiale gedacht, sondern als pragmatische Antwort auf eine akute Versorgungslücke. Ob das Angebot ausgeweitet oder die Präsenz verstärkt wird, hängt laut Beteiligten von Nachfrage und logistischer Machbarkeit ab.
Weitere Informationen zu Fahrzeiten und genauen Standorten vor Ort werden von der Gemeinde und dem Dienstleister regelmäßig abgestimmt. Für viele Einwohnerinnen und Einwohner der Region bedeutet die Post auf Rädern trotzdem ein Stück Alltag, das zurückkehrt.

29. April
Postfilialen im Rückzug: Kunden klagen, Automaten lösen Service ab«Wenn die Filiale schließt, wächst der Ärger»
Weiterlesen ⮞

12. April
Abriss der alten Post startet Mitte April — Stadt schafft baureifes Grundstück für NeubaupläneEin Wahrzeichen fällt — Bahnhofsumfeld wird neu gedacht
Weiterlesen ⮞

26. April
Sonderlösung gegen Postvakanz – Mobile Station sorgt zweimal wöchentlich für Service in PottensteinPost auf Rädern bringt Erleichterung für die Felsenstadt
Weiterlesen ⮞