Kreative Verstecke, harte Konsequenzen: Zoll vereitelt Drogenschmuggel per Post
Postkontrollen verhindern zielgerichteten Drogentransfer
Regensburg – Bei einer Schwerpunktkontrolle von Postsendungen haben Zollbeamte in Bayern zahlreiche Drogen entdeckt und 13 Strafverfahren eingeleitet. Moderne Röntgentechnik machte die ungewöhnlichen Verstecke sichtbar und brachte Ecstasy-Tabletten, halluzinogene Pilze, Crystal, Kokain und sogenannte Blotter ans Licht.
Die überprüften Sendungen stammten den Angaben zufolge aus den Niederlanden und waren auf dem Weg über Deutschland nach Tschechien. Misstrauisch wurden die Zöllnerinnen und Zöllner, als die Röntgenbilder Auffälligkeiten zeigten. Bei der anschließenden Öffnung fanden die Ermittler die Drogen teilweise in besonders ausgefallenen Verstecken, darunter in Geburtstagskarten, in einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher und in Produktverpackungen.
Die Stoffe wurden sichergestellt und die Ermittlungen eingeleitet. Nach Angaben des Hauptzollamts Regensburg demonstriert der Fall einmal mehr, wie ideenreich Schmuggler vorgehen, um die Kontrolle zu umgehen.
Günter Schnabel, Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb, betonte die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen: «Kriminelle versuchen immer wieder, Drogen in scheinbar unauffälligen Postsendungen zu verstecken. Jede sichergestellte Sendung verhindert, dass die Substanzen ihr Ziel erreichen und schützt die Bevölkerung vor den Gefahren dieser Stoffe.»
Die Aktion zeigt zugleich, wie technische Prüfverfahren und manuelle Kontrollen zusammenwirken, um grenzüberschreitende Schmuggelauswege zu unterbinden. Die Ermittlungen dauern an; die Behörden prüfen nun Herkunft, Empfänger und mögliche Netzwerke hinter den Sendungen.