Arbeitssicherheit im Festivalformat: Post macht Prävention zum Gemeinschaftserlebnis
Arbeitssicherheit im Fokus: Prävention, Gesundheit und Teamgeist verbinden
Osterholz-Scharmbeck. Die Niederlassung Betrieb Bremen der Deutschen Post AG veranstaltete ihren ersten Arbeitssicherheitstag im offenen Festivalformat in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck. Rund 1000 Beschäftigte aus der Region kamen zusammen, um sich an Informationsständen, Mitmachparcours und in Praxisübungen über sichere Arbeitsabläufe zu informieren und praktische Fertigkeiten zu trainieren.
Auf dem Programm standen ein spektakulärer Paketwagen-Parcours, ein Überschlagssimulator der Verkehrswacht, ein Fit-Truck zur Anpassung von Sohlen für Sicherheitsschuhe sowie zahlreiche Beratungsangebote zu Rücken, Heben und Tragen. Physiotherapeut Till Wiechmann beriet zu Alltagsbewegung und bot direkt vor Ort Hinweise, die Teilnehmende sofort ausprobieren konnten. Projektverantwortliche Chantal Neubauer betonte, dass die Veranstaltung Arbeitsschutz, Gesundheitsvorsorge und Teamzusammenhalt gleichermaßen stärken solle.
Viele Mitarbeitende nutzten Shuttle-Busse, um zur Stadthalle zu gelangen, andere kamen aus Achim, Verden, Delmenhorst und Lilienthal. Auf dem Außengelände und in den Hallen konnten die Gäste zudem neue Fahrzeugkonzepte testen, darunter ein E Trike und eine elektrisch betriebene Zustellkarre. Die Post stellte zudem ihre Strategie zur E-Mobilität vor und zeigte historische wie moderne Zustellmittel – vom früheren Einsatz von Pferd und Kutsche bis zu heutigen Gas-Lkw und elektrischen Kleinfahrzeugen.
Neben Technik und Ergonomie standen auch Themen wie Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Zugehörigkeit auf dem Programm. Die Pressevertretung machte deutlich, dass bei der Niederlassung Bremen der Frauenanteil bei den Beschäftigten bei etwa 50 Prozent liege. Praktische Aktionen mit Gewinnspielcharakter sowie eine Fotobox sorgten für Unterhaltung; den Abschluss bildete ein Tanzabend mit dem lokalen DJ Timo Wellbrock.
Organisatorisch war die Wahl der Stadthalle bewusst: ausreichend Parkplätze, ein großer Außenbereich und die Nähe zum Bahnhof ermöglichten eine gute Anbindung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der gesamten Region. Gezielte Hinweise zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, etwa beim Umgang mit Rollbehältern, sollten Erinnerung und Sensibilität für alltägliche Risiken schärfen. Pressesprecherin Maike Wintjen unterstrich, dass die körperlichen Belastungen im Zustellalltag hoch seien und fortlaufende Schulungsangebote deshalb zentral blieben.
Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um Personalsituation und Warnstreiks statt. Während Gewerkschaftsvertreter Streiks als notwendiges Mittel zur Durchsetzung von Inflationsausgleich und besseren Konditionen bewerteten, warf das Unternehmen den Maßnahmen Schaden für Kunden und Service vor. Unabhängig davon bot der Arbeitssicherheitstag eine Gelegenheit, Prävention sichtbar zu machen und Mitarbeitende unmittelbar zu stärken.
Insgesamt präsentierte sich der Arbeitssicherheitstag als gelungene Mischung aus Information, Praxis und Gemeinschaftsgefühl. Für viele Teilnehmende war es eine willkommene Plattform, um Alltagsthemen wie Rückenbelastung oder den Umgang mit Haustieren professionell zu adressieren und gleichzeitig Kolleginnen und Kollegen aus der Region zu treffen.